Unfallversicherung Vergleich 2017

Unfallversicherungen im Vergleich 2017 –

Ein Unfall passiert schnell und kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen – nicht nur am Arbeitsplatz. Um zumindest den finanziellen Verlust im Rahmen zu halten, lohnt sich der Abschluss einer privaten Unfallversicherung. Da jede Versicherung einen anderen Fokus hat und verschiedene Vor- und Nachteile mit sich bringt, ist es unbedingt erforderlich, den Vergleich zu machen. Im Folgenden finden Sie Informationen zu den wichtigsten Kriterien, nach denen die angebotenen Produkte auszuwerten sind.

Nutzen Sie die günstigen Online-Konditionen und wählen zwischen den besten und leistungsstärksten Tarifen aus.

Neue Testbewertung der Unfallversicherer von Finanztest

Die Tester von Finanztest haben in 2015 erneut die Policen von Unfallversicherungen untersucht. Prüfungsgrundlage waren die Kriterien Kapitalzahlung, Versicherungsbedingungen und die Anträge. Testsieger wurde die Interrisk mit dem Tarif P500 (XXL- MaxiTaxe). Dicht gefolgt von Swiss Life, SHB, Asstel, Janitos und Hanse Merkur.

Jetzt vergleichen

Unfallversicherungen Vergleiche 2017

Unfallversicherung Vergleich

Unfallversicherung Vergleich

Die Gesetzliche Unfallversicherung ist neben Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Rentenversicherung einer der fünf Zweige der Sozialversicherung in Deutschland. Diese sorgt für eine Absicherung von Arbeitnehmern und Angestellten im Arbeitsalltag. Allerdings sind die Leistungen einer gesetzlichen Unfallversicherung nicht auf die Freizeit übertragbar. Hier lohnt sich eine private Versicherung.

Für Selbstständige lohnen Vergleichsberichte

Selbstständige und Freiberufler haben keine gesetzliche Versicherung. Um im Falle eines Falles die Existenz abzusichern, ist es dringend zu empfehlen, sich privat oder freiwillig zu Versichern. Eine Option ist hier eine freiwillige deutsche Sozialversicherung, welche die selben Leistungen wie die gesetzliche abdeckt. Es ist aber in den meisten Fällen attraktiver, den günstigeren Tarif eines privaten Anbieters zu wählen.

Für Arbeitgeber und ihre Angestellte

Laut einer statistischen Erhebung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) passieren lediglich ein Drittel der Unfälle während der Arbeitszeit. Zwei Drittel hingegen passieren in der Freizeit. Und die Folgen sind in der Regel nicht weniger drastisch. Es ist dementsprechend auch für die schon teilweise gesetzlich abgesicherten Angestellten gut, sich über eine zusätzliche private Absicherung Gedanken zu machen.

Sicherheit für Rentner

Da es im Rentenalter – ähnlich wie bei Selbstständigen – keinen gesetzlichen Versicherungsschutz gibt, ist eine Unfallversicherung von Privaten Anbietern auch für Senioren von großem Interesse. Allerdings sind die Vertragskonditionen einer Unfallversicherung für Senioren genau zu prüfen. Zwei Punkte sind hier besonders wichtig:

  • unveränderte Konditionen ab dem 75. Lebensjahr?
  • wird im Versicherungsfall auch die Auszahlung einer Kapitalsumme gewährt oder nur eine monatliche Rente?

Sogenannte Seniorenpolicen sind spezielle Unfallversicherungstarife, die temporäre Serviceleistungen wie “Essen auf Rädern” oder Hausbesorgungen in die Versicherungsleistung mit aufnimmt.

Jetzt vergleichen

Für Kinder sinnvoll

Für Kinder gilt das selbe wie für Angestellte. Sie sind während der Zeit im Kindergarten oder in der Schule abgesichert, nicht aber in der Freizeit. Entsprechend sind Babys und Kleinkinder, die noch nicht in den Kindergarten gehen gar nicht versichert. Hier gibt es auch beachtenswerte Familienversicherungen, die der ganzen Familie Schutz bieten.

Berufsgruppen wie Studenten, Praktikanten oder geringfügige Beschäftigte

Eine spezielle Form des Versicherungstarifs ist der Gruppentarif. Mit ihm können beispielsweise Arbeitgeber für zusätzlichen Schutz ihrer Angestellten sorgen. Dieses Vorgehen kann für beide Seiten positiv sein. Die Arbeitnehmer genießen zusätzliche Sicherheit und der Arbeitgeber kann die Beiträge steuerlich geltend machen. Auch für Vereine kann ein Gruppentarif günstig und von Vorteil sein.

Die gesetzliche Absicherung reicht häufig nicht aus

Im Normalfall wird der anfallende Beitrag monatlich gezahlt. Es gibt aber auch die Möglichkeit, eine Einmalzahlung zu Beginn des Versicherungsverhältnisses zu leisten. So kann die Unfallversicherung auch zu einer Art der Geldanlage werden. Das lohnt sich allerdings nur in Zusammenhang mit einer Beitragsrückgewähr und ist nach Einschätzung der Stiftung Warentest nicht empfehlenswert. Für eine effektive Geldanlage ist es in diesem Zusammenhang sinnvoller eine Lebensversicherung abzuschließen.

Jetzt vergleichen
Beitragsrückgewähr beachten

Einige Versicherer bieten den Kunden eine Erstattung der gezahlten Beiträge mit Verzinsung an, falls kein Versicherungsfall eintritt. Stiftung Warentest rät dem Verbraucher von einem solchen Vertrag allerdings dringen ab. Durch die zusätzliche Kapitallebensversicherung kommt es zu wesentlich höheren Beiträgen und somit zu einem schlechteren Preis-Leistungs-Verhältnis.

Versicherung steuerlich absetzbar

Die Versicherungsbeiträge einer privaten Unfallversicherung können von der Steuer abgesetzt werden. Entweder als Sonderkosten oder in Form von Werbekosten.

Wie notwendig sie ist

Für die oben genannten Personengruppen gibt es jeweils unterschiedliche Tarife, die in Hinblick auf das mit Alter und Lebensumständen verbundene Risiko entwickelt sind. Übliche Faktoren sind hier:

  • Beruf
  • Alter
  • Vertragslaufzeit
  • Einzel- oder Gruppenversicherung (darunter zählt auch die Familienversicherung)
  • zusätzliche Leistungen
  • sonstige Faktoren (zum Beispiel Ausübung eines Sports, Vorbelastungen)

Die Angebote sollten unbedingt auf die individuellen Voraussetzungen und Bedürfnisse hin überprüft werden.

Testsieger von Finanztest aus 2014 und 2015 (Stand 2017)

Es gibt drei verschiedene Tariftypen, die besonders aufgrund der Höhe der Beiträge und der Leistung zu unterscheiden sind. Der Mehrleistungstarif verspricht viel Leistung bei hoher Invalidität. Der Lineare Tarif kommt mit sehr geringen Beiträgen aus, kann aber entsprechend weniger leisten. Am Vorteilhaftesten für den Verbraucher ist der Progressionstarif.

Jetzt vergleichen

Progressionstarif ist vorteilhaft

Bei diesem Tarif steigt die Versicherungsleistung im Verhältnis zum Grad der Invalidität. Ausgehend davon, dass Unfälle, die weniger schwerwiegende Folgen nach sich ziehen, häufiger sind, ist der Progressionstarif am Kundenfreundlichsten. Schon bei geringeren Einschränkungen (30 bis 50 Prozent) ist die Versicherungsleistung relativ hoch. Das ist beim Mehrleistungstarif nicht der Fall. Aber auch bei höherem Invaliditätsgrad (50 bis 75 Prozent) kann der Versicherungsnehmer mehr Leistung erwarten als im Mehrleistungstarif. Erst bei über 75 Prozent Invalidität Schüttet der Progressionstarif nicht mehr die höchste Leistung aus.

Genesungsgeld möglich

Viele Versicherungsunternehmen verweigern den Versicherungsschutz bei der Ausübung eines riskanten Berufes. Hierzu zählen in der Regel Berufssportler, Piloten und Stewardessen oder Sprengmeister. Aber auch Gerüstbauer, Dachdecker und sogar Tierpfleger haben es schwer, eine Versicherung zu finden, die sie aufnimmt. Dahingegen spielen gefährliche Hobbys oder riskante Sportarten für die Versicherung in der Regel keine Rolle.

Leistungen in 2017

Ein Unfall wird im Versicherungsvertragsgesetz (VGG) §178 Absatz 2 folgendermaßen definiert:

“Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. Die Unfreiwilligkeit wird bis zum Beweis des Gegenteils vermutet.”

Trifft das zu, besteht die Leistung der Versicherung entweder in einer Einmalzahlung oder in einer lebenslangen Invalidenrente. Im Gegensatz zur Berufsunfähigkeitsversicherung wird die Leistung auch erbracht, wenn der Beruf noch weiter ausgeübt werden kann.

Ausland und Schweiz

Um auch im Urlaub ausreichend versichert zu sein sollte die Unfallversicherung einen weltweiten 24-Stunden-Schutz gewähren. Im Normalfall ist gilt der private Unfallversicherungsschutz aber sowieso rund um die Uhr. Eine Reiseunfallversicherung kann aber auch als sogenannte Ausschnittsdeckung abgeschlossen werden.

Jetzt vergleichen

Ausschnittsdeckung

Wer keine Vollständige Unfallversicherung abschließen will, kann auch einzelne Lebensbereiche für den Ernstfall versichern und zahlt dafür natürlich wesentlich geringere Beiträge. Zu diesen Bereichen gehören unter Anderem:

  • Insassenunfallversicherung als Zusatz zur Kfz-Versicherung
  • Boots-Insassenunfallversicherung
  • Bauhelferunfallversicherung
  • Reiseunfallversicherung

Gliedertaxe

Die Gliedertaxe dient der Bestimmung des Grades der Invalidität nach einem Unfall. Kommt es zum Verlust oder zur Funktionsunfähigkeit eines oder mehrerer Körperteile, wird aufgrund festgelegter Prozentsätze die Leistung errechnet.
Prozentuale Einteilung der Gliedertaxe am Beispiel eines Armes und der Hand:

  • Arm im Schultergelenk 70 Prozent
  • Arm bis oberhalb des Ellenbogengelenks 65 Prozent
  • Arm bis unterhalb des Ellenbogengelenks 60 Prozent
  • Hand im Handgelenk 55 Prozent
  • Daumen 20 Prozent
  • Zeigefinger 10 Prozent
  • anderer Finger 5 Prozent

Eine Vollständigere Liste der Regelleistungen findet sich bei wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Gliedertaxe

Invaliditätssumme in 2017 beachten

Das oben genannte Beispiel für die Gliedertaxe geht von der Standartleistung der Versicherungen aus. Es gibt Versicherer, die auch Tarife mit höheren Gliedertaxen anbieten, sodass beim Verlust einer Hand statt der normalen 55 Prozent bis zu 100 Prozent der Versicherungssumme ausgezahlt werden. Auch das gilt es im Vergleich zu beachten

Jetzt vergleichen

Günstig mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Die wichtigsten Leistungen, die bei der Suche nach dem richtigen Versicherer unter die Lupe genommen werden müssen, sind die Leistungen bei Invalidität und die Todesfallleistungen. Aber auch andere Aspekte können eine Rolle bei der Entscheidung spielen. Eine Unfallversicherung kann unter anderem auch abdecken:

  • Bergungskosten
  • kosmetische Operationen
  • Unfallrenten
  • Kranken(haus)tagesgeld
  • Kurkostenbeihilfe
  • Genesungs- und Schmerzensgeld

Todesfallleistung 2017

Diese Leistung kann zusätzlich zur Versicherung im Falle der Invalidität durch einen Unfall in den Vertrag aufgenommen werden. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass die Invaliditätsleistung frühestens 12 Monate nach dem Unfall verlangt werden kann. Verstirbt aber der Versicherungsnehmer innerhalb dieses Jahres an den Folgen des Unfalls, besteht kein Leistungsanspruch mehr. Eine Todesfallversicherung wirkt dem entgegen und ist deswegen durchaus empfehlenswert.

Gesundheitsfragen und Gesundheitsprüfung

Menschen, die schwerbehindert oder pflegebedürftig sind, können grundsätzlich keine private Unfallversicherung abschließen. Leichte Vorerkrankungen sind hingegen kein Kontraindikator für den Abschluss einer Versicherung. Die Gesundheitsprüfung des Antragstellers erfolgt lediglich durch einen Fragebogen der Versicherung. Eine ärztliche Untersuchung ist nicht notwendig.

Thema Beitragssatzvergleich

Gerade weil der Versicherer die Gesundheitsprüfung dem Kunden selbst in die Hand legt ist es wichtig, bei der Wahrheit zu bleiben. Falschangaben können zur Kündigung des Versicherungsverhältnisses führen und zum Verlust der Vertragsleistung.

Kündigung und Wechsel

Bereits bestehende Versicherungspolicen sollten unbedingt auf ihre Sinnhaftigkeit und ihre Rentabilität hin überprüft werden. In vielen Fällen gibt es für den Kunden bei Weitem attraktivere Angebote und Tarifoptionen. Hierbei hilft besonders der Vergleich der Stiftung Warentest. Weitere Informationen zur privaten Pflegevorsorge unter https://www.vergleichs-berichte.de/pflegeversicherung-vergleich/.

Kündigungsfristen vergleichsweise hoch angesetzt

Wird die bei der Kündigung die vorgegebene Frist nicht eingehalten, wird der Vertrag automatisch um ein Jahr verlängert. Es gilt allerdings zu beachten, dass ein ordentliche Kündigung im Normalfall erst zum Vertragsende hin möglich ist. Es ist also nur in speziellen Fällen möglich, die Versicherung innerhalb der Vertragslaufzeit zu Wechseln. Eine außerordentliche Kündigung ist möglich wenn:

  • während der Laufzeit die Beiträge verändert werden sollen
  • nach der Beendigung eines Rechtsstreits wegen nicht erbrachter Versicherungsleistungen

Stiftung Warentest Stand 2017

Stiftung Warentest lässt im Vergleich sämtliche Extraleistungen außen vor, da diese zum einen nur sehr individuell abgestimmt werden können. Zum anderen wird darauf hingewiesen, dass es gegebenenfalls günstiger ist, diese Extraleistungen über andere Versicherungsformen abzudecken. Für den Test fällt lediglich ins Gewicht, wie hoch die Entschädigung bei verschiedenen Graden der Invalidität ist. Auch die Höhe der Todesfallleistung spielt eine Rolle.

Jetzt vergleichen

Gefahrengruppe bei Risikoberufen

Einige Versicherer wollen sich der Bewertung durch die Stiftung Warentest nicht stellen. Es wird online von Finanztest ausdrücklich darauf hingewiesen, dass solche Versicherungsunternehmen auch nicht zu empfehlen sind. Alles zur privaten Rentenversicherung 2017 hier.

Unfallversicherungen im Vergleichsbericht 2017

Der Abschluss einer privaten Unfallversicherung ist grundsätzlich Empfehlenswert. Besonders für Menschen, die einer selbstständigen oder freiberuflichen Tätigkeit nachgehen kann ein Unfall und die Folgen zu existentiellen Schwierigkeiten führen. Hier bieten Versicherungen Schutz. Es ist aber dringend notwendig, die Vertragsbedingungen der verschiedenen Anbieter genau zu überprüfen, da gerade bei Unfallversicherungen oft Profit vor Service kommt. Ein Vergleich kann hierbei gute Dienste leisten, reicht aber nicht alleine aus.