Stromgestehungskosten Vergleich & Test 2018

Erneuerbare Energien sind in aller Munde. Doch lohnt es sich für den Geldbeutel auf erneuerbare Energien um zu satteln? Hier erfahren Sie mehr über die aktuelle (Stand 2017) Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) und die Einschätzung der Forscher zu Stromgestehungskosten heute und in den nächsten 15 Jahren. Außerdem erhalten Sie dies bezüglich einen Abriss über die Bemühungen seitens der Bundesregierung.

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Stromgestehungskosten: Kosten für Energieumwandlung in Strom

Die Kosten für die Energieumwandlung werden Stromgestehungskosten genannt. Umgewandelt wird in elektrischen Strom. Die Stromgestehungskosten werden in der Einheit Euro pro Megawattstunde gemessen. Daraus ergibt sich auch die Abkürzung Euro/kWh. Die Kapitalkosten in Kombination mit den Betriebs- und Brennstoffkosten setzen diese Kosten zusammen. Auch die geplante Kapitalverzinsung, sprich die Rendite, spielt eine Rolle.

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Häufiger Irrtum: Begriffskonfusion der erneuerbaren Energien

Stromgestehungskosten Vergleich

Stromgestehungskosten Vergleich

Oft taucht auch der Begriff „Stromentstehungskosten“ auf. Dieser ist insofern jedoch technisch ungenau, da bei der Umwandlung kein Strom entsteht, sondern nur umgewandelt wird. Umgewandelt werden kann Wärme- und Bewegungsenergie, Strahlungsenergie oder auch Kernenergie. Mit dem Erneuerbare- Energien-Gesetz setzt die Bundesregierung auf eine Entwicklung des Strommarktes in Richtung erneuerbare Energien.

Zusätzliche Kosten bei Wasserkraft oder bei der Photovoltaik-Anlage

Zu den Stromgestehungskosten entstehen auch immer zusätzliche Kosten, die durch nicht ein kalkulierbares Ereignis entstehen. Diese Ereignisse werden Externe Effekte genannt. Diese werden nicht auf den Strompreis rauf gerechnet. Nach dem Verursacherprinzip ist es jedoch in der Diskussion diese in den Strompreis einfließen zu lassen, um den Wettbewerb zwischen konventionellen und neueren Energiegewinnungsprozessen nicht zu behindern.

ISET- Studie des Fraunhofer-Instituts

Im November 2013 veröffentliche das Fraunhofer-Institut seine Studie zu den Stromgestehungskosten erneuerbarer Energien. Das Fraunhofer-Institut Fraunhofer ist laut eigener Aussage „die größte Forschungsorganisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa“. Als solche ist sei in den Forschungsbereichen Gesundheit, Sicherheit, Kommunikation, Mobilität, Energie und Umwelt tätig.

Presseinformation von November 2013 (Stand 2017)

Die Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts beschreibt das Vorgehen der Studie ihres Instituts für Solare Energiesysteme (ISE): Freiburger Wissenschaftler hätten die Stromgestehungskosten von konventionellen und erneuerbaren Energieformen verglichen. Ihre Prognose richtet sich dabei auf die Kosten bis 2030. Doch auch aktuelle Zahlen aus den gängigen Energietechnologien wurden genauer unter die Lupe genommen. Lesen Sie hier auch mehr zur Elektronikversicherung.

Ergebnisse der Studie

Verglichen wurden Zahlen aus der Stromgewinnung von Wind, Sonne, Biogas, Braun- und Steinkohle sowie Gas. Auffällig ist, dass die Stromgestehungskosten für die erneuerbaren Energien in den letzten Jahren immer weiter gesunken sind. Mittlerweile sind die Zahlen den konventionellen Energieformen ähnlich. Jedoch ist zu erwarten, dass die Kosten bis 2030 den herkömmlichen Formen gegenüber preislich günstiger ausfallen werden.

Erneuerbare im Vergleich zu konventionellen Energien

In der Studie wurden verschiedene Photovoltaikanlagen in Deutschland analysiert. Kürzlich in Süddeutschland gebaute flächendeckende Photovoltaik-Anlagen erzielten ein besseres Ergebnis als kleinere Anlagen auf deutschen Dächern. Dennoch: mit rund 0,08 Euro/kWh (große Anlage) bzw. 0,14 Euro/kWh (kleinere Anlagen) liegen die Kosten deutlich unter dem durchschnittlichen Preis pro Haushalt. Dieser liegt bei 0,29 Euro/kWh.

Günstiger Strom von Windenergieanlagen

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Die Bundesregierung sieht die Windenergieanlagen als einer der Stützen bei der Umsetzung von der ausschließlichen Nutzung erneuerbarer Energien. Onshore-Anlagen weisen bereits jetzt geringere Stromgestehungskosten als Steinkohle-, Gas- und Dampfkraftwerke auf. Elektrischer Strom kann unter guten Bedingungen also zu einem sehr geringen Preis umgesetzt werden. Die Stromgestehungskosten liegen zwischen 0,05 und 0,11 Euro/kWh.

Noch ausbaufähig: Offshore-Anlagen 2017

Bei den sogenannten Offshore-Anlagen sind die besten Faktoren für sehr niedrige Stromgestehungskosten noch nicht gefunden. Es besteht laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) noch ein „erhebliches Kosten-Senkungspotenzial“. Onshore-Anlagen hätten dieses so gut wie ausgereizt. Als ein weiterer Richtwert werden die Kosten für Biogas-Anlagen aufgeführt: diese liegen bei rund 0,14 bis 0,22 Euro/kWh.

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Wie Wettbewerbsfähigkeit untersucht werden kann

Um die Wettbewerbsfähigkeit erneuerbarer und konventioneller Energie gegenüber zu stellen, bedarf es einiger Vorüberlegungen: Christoph Kost (Projektleiter am ISE) nennt dabei die natürlichen Bedingungen wie Sonnenlicht und Windstärke, aber auch Finanzierungskosten und Risikoaufschläge. Werden all diese Faktoren beachtet, können die Technologien miteinander verglichen werden und daraus die Wettbewerbsfähigkeit abgelesen werden.

Studie des Fraunhofer-Instituts: Referenzwerte

Verglichen wurden in der Studie von 2013 die Stromgestehungskosten von Braun-, Steinkohle- und Erdgaskraftwerken mit denen der erneuerbaren Energien. Abhängig von den Kosten sind die Brennstoffe, aber auch die aktuellen CO2-Zertifikatspreise. Daraus ergeben sich folgende Werte: Braunkohle bis zu 0,053 Euro/kWh, Steinkohle bis zu 0,080 Euro/kWh, Gas- und Dampfkraftwerke bis zu 0,098 Euro/kWh.

2030: Photovoltaik ganz weit vorne in Deutschland und noch vor Wasserkraft, Biomasse und Braunkohle

Die Studie des Fraunhofer-Instituts sieht die Photovoltaik in ihrer Prognose für 2030 ganz weit vorne: bis dahin werden die Stromgestehungskosten auf 0,06 bis 0,09 Euro/kWh gesunken sein. Auch kleinere auf Dächern installierte Anlagen wären damit konkurrenzfähig. Sie würden ähnlich niedrige Kosten verursachen wie etwa Onshore-Wind-Anlagen. Gleichzeitig würden die Kosten für herkömmliche Energiegewinnung immer teurer.

Auch Onshore-Anlagen weiter auf dem Vormarsch

Sowohl die Photovoltaik als auch die Onshore-Anlagen werden immer konkurrenzfähiger: die Onshore-Anlagen werden die Stromgestehungskosten weiter senken. Durch CO2-Zertifikate angehobene Stromgestehungskosten für Braunkohle können Onshore-Anlagen deren Wert unterbieten. Das Fraunhofer-Institut geht davon aus, dass spätestens 2020 die Stromgestehungskosten vergleichbar sein werden.

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In der Zukunft: Photovoltaik und Onshore-Anlagen

Insgesamt lässt sich sagen, dass die erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren durch verbesserte Technologie immer günstiger werden. Jetzt noch von konventionellen Energieformen unterboten, sind sie die zukunftsweisenden Technologien. Zwar kommen zunächst höhere Kosten zum Einsatz, aber auch der Ertrag ist ein anderer. Prognostiziert wird ein Stromgestehungswert von, so die Forscher, „deutlich unter 0,10 Euro/kWh“.

Volllaststunden als Anhaltspunkt 2017

Die Leistung von Energieerzeugungsformen wird oft auch anhand ihrer Volllaststunden bewertet. Als Volllaststunden ist die Zeit gemeint, die ein Kraftwerk zum Beispiel unter Volllast in einem Jahr erbringen kann. Die Rechnung basiert auf der Nennleistung des Kraftwerkes. Die Nennleistung wird vorher vom Hersteller festgelegt. In einem Jahr können 8.760 Volllaststunden erreicht werden.

Kapital und Betriebskosten berechnen

Kapitalkosten und Betriebskosten sind einer der beiden entscheidenden Faktoren für die berechneten Stromgestehungskosten. Die Kapitalkosten sind die Kosten, die ein Unternehmer mit Eigen- oder Fremdkapital investiert und einsetzt. Ob ein Unternehmen gut läuft wird auch von der Einhaltung der geplanten Kapitalkosten fest gemacht. Die Betriebskosten sind die Kosten, die während des laufenden Geschäftsbetriebes entstehen.

Beschlossene Sache: Erneuerbare-Energien-Gesetz

Wie auch die Fraunhofer-Studie belegt sind die erneuerbaren Energieformen die der Zukunft. Auch die Bundesregierung stellt mit dem Erneuerbare-Energie-Gesetz die Weichen für eine solche Umstellung des Energiemarktes. Was dieses Gesetz beinhaltet und was das im Konkreten für Verbraucher und Unternehmer bedeutet können Sie, zusammengefasst in einem Überblick, weiter untenstehend erfahren.

Ziel des EEG

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz: EEG) stellt, so die Bundesregierung, einen wichtigen Motor für die den Ausbau erneuerbarer Energien dar. Bis 2050 soll die Stromversorgung in Deutschland bei mindestens 80 Prozent aus regenerativen Energiequellen gewonnen werden. 1991 begannen die Bemühungen der Bundesregierung hinsichtlich einer Umwälzung mit dem sogenannten Stromeinspeisungsgesetz.

Inhaltliche Schwerpunkte des EEG

Netzbetreiber werden mit dem EEG verpflichtet Strom aus erneuerbaren Energien bevorzugt einzuspeisen. Die Preise werden über dem Marktpreis vergütet. Ziel ist der Netzanschluss neuerer Energiegewinnungsformen. Die Vergütung für erzeugten Strom, die das Unternehmen erhält wird ebenfalls im EEG geregelt. Diese wird pro Kilowattstunde gerechnet. Die festgeschriebenen Vergütungssätze sind im Gesetz nach zu lesen.

Warum sich erneuerbare Energien sich nicht alleine auf dem Markt behaupten können

Das EEG unterstützt den Ausbau erneuerbarer Energien, da sich der Strompreis auf dem deutschen Energiemarkt momentan den Stromgestehungskosten alter Kraftwerke orientiert. Diese sind allerdings bereits vollständig abgezahlt, so dass nur die laufenden Kosten und die Kosten für Brennstoff mit einbezogen werden. Die Kosten für Investitionen fallen weg. Die Investitionskosten für erneuerbare Energien sind hoch, der Ertrag dafür sehr hoch.

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Berechnung des Strompreises von erneuerbaren Energien

Da die Energiezufuhr aufgrund natürlicher Bedingungen bei erneuerbaren Energien nicht konstant sein kann, ist eine Benennung des konkreten Strompreises sehr schwierig. Je mehr Sonne oder Wind „reinkommt“ desto niedriger ist der Strompreis. Die Investitionskosten für erneuerbare Energien sind hoch, doch gerade laufende Kosten fallen kaum an. Schon 2020 sollen jedoch die Anlagen auch mit herkömmlichen Energien konkurrieren können.

Investition Windkraft 2017

Stiftung Warentest hat auf seiner Homepage eine Checkliste für Windkraft-Investoren veröffentlicht. Diese soll hier kurz dargestellt werden. Laut dem Fraunhofer-Institut ist die Windkraft, mit sowohl On- als auch Offshore-Anlagen, eine der zukunftsweisenden Technologien im Bereich der Energieerzeugung und Stromversorgung. Auch die Bundesregierung unterschützt diese Entwicklung mit dem erneuerbare Energien Gesetz.

Bevor eine Entscheidung fällt: Bedingungen klären

Stiftung Warentest empfiehlt, dass auf Narbenhöher mindestens eine Windgeschwindigkeit von sechs Metern pro Sekunde möglich sein sollte. Wichtig sei es außerdem dieses von zwei unabhängigen Gutachtern prüfen zu lassen. Für den Ertrag sollte ein Sicherheitsabschlag von 10 Prozent einkalkuliert sein. Anderenfalls kann es zu unangenehmen Überraschungen kommen. Auch Kosten für Betriebs- und Geschäftsführung müssen beachtet werden.

Stromgestehungskosten Stromerzeugungskosten Unterschied- Steuern absetzen

Die Investitionen zu Beginn Ihres Projekts können Sie steuerlich absetzen. Dieses ist innerhalb der ersten drei Jahre möglich. Bevor Sie jedoch starten, sollten Sie Ihrem Projekt eine Wirtschaftlichkeitsprüfung durch einen Wirtschaftsprüfer unterziehen. Ein Erfolg kann Ihnen diesen zwar auch nicht garantieren, Ihnen aber gegebenenfalls von Ihrem Projekt abraten und Ihnen eine Fehlinvestition ersparen. Alles Weitere zu den Themen:

Offshore, Kraftwerke, Strom, Windenergieanlagen zur Umwandlung der Energieerzeugung, verbesserte Technologie und alles zum Stromentstehungskosten Vergleich auch unter www.vergleichs-berichte.de.

Stromstehungskosten Vergleichsberichte 2017

Wie das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) dargelegt hat, sind die erneuerbaren Energien die Technologien der Zukunft. Schon 2020 werden die Stromgestehungskosten sich denen der fossilen Energien angleichen und 2030 unterschreiten. Damit lohnt sich der Umbruch für den deutschen Energiemarkt. Auch private Verbraucher kann mit kleinen PV-Anlagen auf dem hauseigenen Dach Kosten einsparen.

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Quellen: