Pflegeversicherung Vergleich

Pflegeversicherung Vergleich 2017

Pflegeversicherungen im Vergleich 2017 –

Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt im Pflegefall ein an der Pflegestufe orientiertes Pflegegeld. Diese Leistung reicht aber bei weitem nicht aus. Entweder die Angehörigen oder der Hilfebedürftige selbst haben erhebliche Zusatzkosten. Um das zu vermeiden empfielt sich der Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung. Besonders die Pflegetagegeldversicherung kann die Versorgungslücken schließen. Ein pro Tag gezahlter Betrag stockt die Leistungen der Krankenversicherung auf. Aber welche Versicherung macht faire Angebote? Ein Vergleich lohnt sich.

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Keine neuen Testnoten von Finanztest 2017

Bisher ist es der Verbraucher gewohnt, dass das Magazin Testnoten bei Versicherungen vergibt. Doch bei einigen Fachbereichen werden keine Testergebnisse mehr bekannt gegeben. Die Prüfer geben nur doch Empfehlungen ab und stellen die jeweiligen Leistungen der Anbieter dar. So sollten Interessenten darauf achten, ob eine Dynamik im Vertrag vereinbart ist, um den Wert des Geldes zu erhalten und ob auf eine Wartezeit verzichtet wird.

Pflegeversicherungen Vergleichsberichte: Ohne Gesundheitsprüfung 2017

Wer gesetzlich krankenversichert ist, ist automatisch auch in der sozialen Pflegeversicherung versichert. Auch als Vollversicherter einer privaten Krankenversicherung ist man verpflichtet, einen Versicherungsvertrag mit der Pflegekasse abzuschließen. So muss jeder – egal ob Angestellter, Beamter oder Selbstständiger – eine Grundabsicherung für den Fall der Pflegebedürftigkeit vorweisen.

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Eine private Pflegeversicherung ist immer eine Zusatzversicherung zur gesetzlich Vorgeschriebenen. Sowohl Krankenkassen als auch Versicherungsgesellschaften bieten solche Versicherungen an. Ein Zugeständnis der Politik, dass eine private Pflegezusatzversicherung unabdinglich geworden ist, ist die 2012 eingeführte Pflege-Bahr.

Vor allem für Beamte lohnt sich die Absicherung

Es gibt drei Varianten der privaten Pflegeversicherung. Es gilt zu entscheiden, welchen Bedarf man voraussichtlich haben wird:

  • Pflegerentenversicherung: Entspricht einer Lebensversicherung und zahlt im Fall der Pflegebedürftigkeit eine monatliche Rente aus.
  • Pflegekostenversicherung: Restkosten, die nicht von der Pflichtversicherung übernommen werden, werden erstatten. Ein Nachweis ist erforderlich.
  • Pflege(tagegeld)versicherung: Pro Pflegetag wird ein fester Geldbetrag gezahlt. Dieser wird unabhängig von den tatsächlichen Pflegekosten entrichtet.
Pflegevorsorgezulage der Pflege-Bahr Versicherung auch in 2017

Eine Seite der Pflege-Bahr ist die finanzielle Zulage. Wenn ein Mindestbeitrag von 10 Euro monatlich in eine private Pflegezusatzversicherung eingezahlt werden, gibt der Gesetzgeber 5 Euro dazu. Die andere Seite ist im Zweifelsfall aber noch wichtiger. Der Gesetzgeber legt auch die Bedingungen für subventionierte Verträge für den Versicherer fest:

Es besteht Annahmezwang
  • Verträge ohne Gesundheitsprüfung
  • Keine Risikozuschläge und keine Leistungsausschlüsse
  • Leistungen in allen Pflegestufen (0 bis III)
  • Monatlich mindestens 600 Euro Tagesgeld in Pflegestufe III
  • Wartezeit bis Leistungsanspruch nicht länger als fünf Jahre

Gesundheitsfrage

Es gibt auch unabhängig der staatlich regulierten Absicherung Unternehmen, die auf die Gesundheitsfrage verzichten. Meist findet jedoch eine Gesundheitsprüfung statt und ist ausschlaggebend für die Annahme eines Versicherungsantrages.

Stiftung Warentest Stand 2017

In der Zeitschrift Finanztest werden in der Ausgabe 05/2013 die Testergebnisse zum Thema private Pflegeversicherung veröffentlicht. Die Untersuchung umfasst geförderte und ungeförderte Produkte. Dabei wird klar, dass die staatlich geförderten Tarife vom Typ Pflege-Bahr in den meisten Fällen nicht lohnenswert sind. Die Pflege-Bahr-Policen sind in der Regel nicht in der Lage, den Kostenbedarf bei Pflegebedürftigkeit zu decken.

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Pflegetagegeld vergleichen

Nachdem seit 2012 die Unisex-Tarife gelten, muss im Modell keine Unterscheidung nach Geschlechtern gemacht werden. Darum wird nur noch nach Alter Unterschieden. Einmal wird ein 45 Jahre alter Kunde angenommen, zum Anderen ein Kunde von 55 Jahren.

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Da nach Meinung der Versicherungsexperten von Finanztest eine Pflegetagegeldversicherung den Bedarf wesentlich besser deckt als eine Pflegekostenversicherung, konzentriert sich des vorliegende Test nur auf Produkte dieser Art. Ein wesentlicher Punkt, nach dem die Agebote der Versicherungsunternehmen überprüft wurden, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wichtig war auch die Frage, ob die Leistungen der Versicherung die Pflegekosten zumindest weitestgehend decken.

  • Platz 1: HanseMerkur im Tarif PA mit Qualitätsurteil von „sehr gut“ (1,3)
  • Platz 2: Deutsche Familienversicherung (DFV) im Tarif PZV mit Qualitätsurteil von „sehr gut“ (1,5)
  • Platz 3: Mecklenburgische im Tarif ProME Pflegeplus mit Qualitätsurteil von „gut“ (1,7)
  • Platz 4: LVM im Tarif PZT Komfort mit Qualitätsurteil von „gut“ (1,8)
  • Platz 5: Bayerische Beamten-KK im Tarif PflegePremium Plus mit Qualitätsurteil von „gut“ (1,9)

Gerade in Hinblick auf die zu erwartenden Leistungen einer privaten Pflegeversicherung kann die Pflege-Bahr nicht mit Tarifen ohne Förderung mithalten. Zudem kann die nicht verlangte Gesundheitsprüfung auch insofern zum Problem werden, als die Kosten für den Versicherer unverhältnismäßig hoch werden.

Auswahlkriterien für den richtigen Anbieter, wie Signal Iduna oder die Württembergische

Natürlich steht dem Interessenten mit einem Vergleich der Stiftung Warentest eine gute Grundlage zur Vorentscheidung zur Verfügung. Es sollten aber auch andere Kriterien, wie die Leistungen und die Vertragsbedingungen, je nach individuellem Bedarf genau unter die Lupe genommen werden:

  • Keine beziehungsweise geringe Karrenz- und Wartezeit
  • Keine detaillierte Gesundheitsprüfung
  • Leistungen ab Pflegestufe 0 (Demenz)
  • Übernahme der gesamten Kosten bei Unterbringung im Pflegeheim
  • Dynamische Beitragszahlung im Leistungsfall

Sind diese Bedingungen in einem Vertrag erfüllt, kann er guten Gewissens empfohlen werden.

Gesundheitsfragen haben mehr Vorteile

Schon im Jahr 2015 fand eine Überprüfung von Tarifen der Pflegetagegeldversicherung statt. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine staatliche Förderung. Zudem wurden die Vertragsbedingungen noch Geschlechterspezifisch festgelegt. Dementsprechend sieht das 2011 zugrunde gelegte Modell vier verschiedene Modelle vor. Im Jahr 2014 kann nur noch Modell eins angewand werden: Ein 55 Jahre alter Mann zahlt monatlich 55 Euro in eine Pflegeversicherung ein. Alles zum Schutz vor Berufsunfähigkeit auch unter https://www.vergleichs-berichte.de/berufsunfaehigkeitsversicherung-aerzte-vergleich/.

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Vergleichsrechner

Aus dem Test im Jahr 2011 liegen folgende Daten vor:

  • Platz 1: Allianz im Tarif PZT Best mit „gut“ (2,0)
  • Platz 2: DKV im Tarif PET mit „gut“ (2,3)
  • Platz 3: Huk-Coburg im Tarif PT Premium mit „gut“ (2,4)
  • Platz 4: LVM PZT-Komfort mit „gut“ (2,5)
  • Platz 5: Münchener Verein 421 Select Care Pflege mit „befriedigend“ (2,6)

Kinder müssenlaut Vergleichsberichten zahlen

Eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes sieht vor, dass Kinder für die Pflege ihrer Eltern aufkommen müssen, falls die Kosten nicht gedeckt sind und auch die Pflegebedürftige Person selbst nicht mehr in der Lage ist, die Differenz zu überbrücken. Dabei gibt es aber eine Gehaltsgrenze. Nur wer mehr als 1.400 Euro Nettogehalt im Monat hat, wird verpflichtet.

Pflegezusatzversicherung bei Focus Money 2015 und 2016

In der Ausgabe 28/2013 der zeitschrift Focus Money wird ein Test vorgestellt, der insbesondere die staatlich geförderten Tarife der Pflege-Bahr untersucht. Durchgeführt wurde der Vergleich vom Deutschen Finanz-Service-Institut. Im Gegensatz zu Stiftung Warentest oder auch dem Analysehaus Morgen & Morgen vergibt das Institut gute Noten an Tarife der Pflege-Bahr. Von 24 getesteten Tarifen erhalten die sieben besten die Note 1,5:

  • “PB” von Hanse Merkur
  • “central.pflege” von Central
  • “FÖRDERbar” von Hallesche
  • “PflegeBahr” von Allianz
  • “DFPV” von Barmenia

Der Tarif “PflegeAktiv” des Versicherers Envivas hat zwar auch die Testnote 1,5 bekommen, allerdings ist er nur sehr eingschränkt zugänglich. Nur Mitglieder der Techniker Krankenkasse können ihn abschließen.

Finanzielle Leistungen und staatliche Förderung auch in 2017

Wird der Hilfsbedürftige durch Angehörige gepflegt, so zahlt die Pflegekasse ein monatliches Pflegegeld. Dessen Höhe hängt von der durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) vergebenen Pflegestufe ab. Im Falle einer Unterbringung im Pflegeheim entscheidet ebenfalls die Pflegestufe über die gesetzliche Zuzahlung. Hier geht es zur Kategorie Rentenversicherung.

Bayrische Versicherungskammer im Vergleichsbericht

Zudem werden durch die Pflegekasse Hilfsmittel leihweise zur Verfügung gestellt oder Umbaumaßnahmen finanziert. Die Entscheidung darüber wird unabhängig von der Pflegestufe gefällt. Es besteht eine Zuzahlungspflicht von 10 Prozent je Hilfsmittel, jedoch niemals mehr als 25 Euro. Pflegekurse für Angehörige und ehrenamtlich Pflegende sollen den Standart der Pflege verbessern und werden ebenfalls von der Pflegekasse übernommen.

Bei Demenz Erkrankung

Seit Januar 2013 wird nicht mehr nur zwischen den bisherigen drei Pflegestufen unterschieden. Ein zusätzliches Unterscheidungsmerkmal ist die eingeschränkte Alltagskompetenz. Damit ist eine genauere Differenzierung möglich. Außerdem gibt es neuerdings die Pflegestufe 0 mit eingeschränkter Alltagskompetenz. Darunter werden in erster Linie Menschen mit Demenz subsummiert, die bisher keine Chance hatten, Hilfe durch Unterstützungsleistungen zu bekommen.

Pflegezusatzversicherung

Leistungsübersicht monatliches Pflegegeld

  • 120 Euro für Pflegestufe 0 mit eingeschränkter Alltagskompetenz
  • 235 Euro für Pflegestufe I
  • 305 Euro für Pflegestufe I mit eingeschränkter Alltagskompetenz
  • 440 Euro für Pflegestufe II
  • 525 Euro für Pflegestufe II mit eingeschränkter Alltagskompetenz
  • 700 Euro für Pflegestufe III

Leistungsübersicht Vollstationäre Pflege

  • 1023 Euro für Pflegestufe I
  • 1279 Euro für Pflegestufe II
  • 1550 Euro für Pflegestufe III
  • 1918 Euro für Pflegestufe III mit Härtefall

Weder die Pauschalen Zuzahlungen für einen Platz im Pflegeheim noch das Pflegegeld reichen am Ende aus. Die Unterkunft in einem Pflegeheim kann bis zu 3.500 Euro im Monat kosten. Selbst bei Pflegestufe III würden somit noch 2.000 Euro zur Deckung der Kosten fehlen. Unter diesen Voraussetzungen ist es unablässlich, frühzeitig eine private Zusatzversicherung abzuschließen.

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Die Typen der privaten Pflegetagegeldversicherung

Abgesehen von staatlichen Pflegevorsorgezulage der Pflege-Bahr kann der Versicherungsnehmer sich in der Regel zwischen zwei verschiedenen Tarifearten entscheiden.

  • 1. Der herkömmliche Tarif bietet je nach Pflegestufe eine gestaffelte Auszahlung an. Dafür wird vom Versicherugsnehmer die Höhe des Tagesgeldes in der Pflegestufe III als Basiswert festgelegt. Davon ausgehend wird eine Staffelung vorgenommen. Im Normalfall bleiben in Stufe II 60 Prozent und in Stufe III 30 Prozent des Basiswertes als Leistung übrig. Die genaue Staffelung kann aber von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich ausfallen.
  • 2. Flexible Tarife, die Modular aufgebaut sind, ermöglichen es dem Versicherten, für jede Stufe einzeln festzulegen, wie hoch letztlich das ausgezahlte Tagesgeld ausfallen soll. Er könnte somit bei Bedarf auch alle Stufen zu 100 Prozent versichern lassen. In vielen modular aufgebauten Tarifen kann auch die Pflegestufe 0 mitversichert werden.

Höhe des festgesetzten Pflegetagegeldes

Beim Abschluss einer privaten Pflegetagegeldversicherung können Tagessätze zwischen 10 und 150 Euro vereinbart werden. Um die Versorgungslücke ausreichend zu schließen sollte der während der Pflegebedürftigkeit täglich anfallende Betrag auf mindestens 50 Euro festgelegt werden. Das hieße eine monatöiche Beitragszahlung von ungefähr 10 Euro. Andernfalls kann es vorkommen, dass der Versicherte trotz Pflegezusatzversicherung selbst zur Kasse gebeten wird.

Pflegeversicherungen Vergleiche 2017

Ohne Frage sollte sich jeder unabhängig von bestehenden Pflichtversicherungen Gedanken über eine private Pflegeversicherung machen. Der Vergleich zeigt hier, dass die Leistungen der nicht geförderten Pflegetagegeldversicherung am vielversprechendsten sind. Zudem sollten solche Tarife bevorzugt werden, die eine flexible Wahl der Höhe des pro Tag ausgezahlten Geldes in allen Pflegestufen zulassen.

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